2. Mai 2016, 21:06 Uhr

Ein äthiopisches Multitalent, 

         Der Zirkus- und Varieté-Künstler Solomon Solgit will "Leute, die hart arbeiten, zum Lachen bringen". Er hat schon mit André Heller gearbeitet und will in seiner Heimatstadt Adama eine Jugendkulturschule gründen.

    Solomon Solgit ist Tänzer und Choreograf, Musiker und Akrobat, spielt Theater und gibt Workshops für Kinder und Jugendliche. Er fährt Einrad auf der Slackline oder balanciert dort oben auf einer Leiter. Er spielt Schlagzeug, afrikanische Trommeln, Gitarre und Klavier und kann mit bis zu sieben Bällen jonglieren. Oder mit langen brennenden Stäben.

 

Montag, 18. Januar 2016 NR. 13

Körperbeherrschung: Solomon Solgit zog ungläubige Blicke auf sich. Ob wie hierbeim Seiltanzen, Jonglieren oder beim Zaubern.

     Er jonglierte mit sieben Bällen (Ja, gleichzeitig!). Ungläubige Blicke zog er auch auf sich, als er einen Beistelltisch direkt vor den Tischen der Zuschauer schweben ließ. Ob die nicht ganz ernst gemeinte Erklärung eines Gastes, Solomon hätte unten am Tisch Düsen angebracht, zutrifft, konnte nicht geklärt werden. Denn nach jeder Einlage drängten die Tanzbegeisterten erneut auf die Tanzfläche. Keinen Zaubertrick, sondern absolute Körperbeherrschung zeigte Solomon schließlich, als er mit einem Einrad auf einem aufgespannten Seilbalancierte und als wäre das nicht schon schwierig genug, dazu noch auf den Fingern zwei Tücher kreisen ließ.

 

 

 

Der Äthiopier Solomon Solgit Gerbretsadik kam weit herum - nun lebt er in Bad Tölz

27. März 2014, 18:35 Uhr  Bad Tölz-Wolfratshausen

 

  

     Mit seiner Akrobatengruppe, den "Abyssinia Jugglers", oder alleine trat er in Weltstädten wie Las Vegas, London, Berlin und Dubai auf. Heute lebt der "Multi-Kulti-Artist", wie er sich selber nennt, in der Kreisstadt Bad Tölz. Mit neun Jahren begann Solgit seine Karriere. Damals noch auf den Straßen seiner Heimatstadt, dem äthiopischen Nazareth. Die ersten großen Auftritte hatte er mit dem ortsansässigen Zirkus.

  Er stammt aus einer mittelständischen äthiopischen Familie, und so habe für seine Eltern immer die Schule im Mittelpunkt gestanden, sagt er. Ihm aber war die Akrobatik wichtiger. Die Schule meisterte er trotzdem. Mit 18 Jahren wurde er äthiopischer Meister in Gymnastik - sein Durchbruch.

​Mar 26, 2014 - Bad Tölz Lokales › Bad Tölz

Solomon Solgit aus Äthiopien lernte Akrobatik zuerst auf der Straße

        Solgits große Chance kam 2005: ein Gymnastikwettbewerb, bei dem dem Gewinner ein Stipendium in China winkte. Und Solgit gewann.

       Seither geht seine Karriere steil bergauf: In China absolvierte er ein Studium in Choreografie und im Slackwire. „Die Chinesen haben mich zum Profi gemacht“, erzählt er. Anschließend schloss er sich einer Zirkustruppe an und begeisterte in Europa und in den USA das Publikum, unter anderem mit verschiedenenen Kunststücken auf dem Seil. Solgit klettert zum Beispiel eine Leiter hoch, während er gleichzeitig auf einem Seil balanciert.

Aktualisiert: 29.03.14 19:33

 Solomon Solgit, ist ein lebendiger Gummiball, und seine Lebensgeschichte ist nicht gewöhnlich

        Der Junge ist gut, lernt schnell und gibt mit elf Jahren selbst Unterricht. Er trägt zum Familieneinkommen bei, gewinnt zweimal die Regionalmeisterschaft in Bodenakrobatik und wird 2005 sogar Landesmeister. Das ist für ihn das Sprungbrett: Solomon erhält ein Stipendium am College Hebei Wuqiaoin in China - dem Mekka der Akrobaten. 18 Monate bleibt er im Reich der Mitte, studiert Artistik, Choreografie - und nebenbei Chinesisch. Das lernt er schneller als später Deutsch. „Ich musste ja überleben“, sagt er und grinst.

Aktualisiert: 22.03.2014 

Benefizkonzert des Jugendfördervereins im Barocksaal des Klosters Benediktbeuern

Der Artist und Choreograph stammt aus Nazareth in Äthiopien, wo er seine künstlerische Karriere bereits mit neun Jahren begann. Neben den Auftritten im Zirkus Nazareth war er auch als Trainer tätig. Danach hat er im „Internationalen College Hebei Wuqiao“ in China sein Studium absolviert und tritt seitdem in vielen Ländern auf. Und da er seit knapp drei Jahren im Oberland lebt und sich hier auch in der Jugendarbeit engagiert, lag es für den Förderverein auf der Hand, ihn mit seiner atemberaubenden Balljonglage für das Benefizkonzert zu gewinnen.